Levitation Fotografie

Menschen das schweben beibringen, so oder so ähnlich könnte man die Levitation Fotografie beschreiben.
In diesem Artikel erkläre ich die Vorgehensweise um solche Bilder zu erstellen und zeige Beispielbilder.

Was benötige ich für die Levitation Fotografie?

Für solche Art von Fotos, benötigt man nicht viel Equipment. An die Kamera werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Ich habe meine Spiegelreflexkamera mit einer 50mm 1:1,8 Festbrennweite genutzt. Es geht aber auch jede andere Kamera. Was man auf jeden Fall benötigt ist ein stabiles Stativ und wenn man hat, einen Fernauslöser, dieser ist aber optional, es geht auch ohne, macht die Sache aber bequemer. Weiterhin benötigt man einen Hocker, Stuhl oder Leiter oder etwas ähnliches, um das Model irgendwie “fliegen” zu lassen, dazu aber später mehr. Benötigt wird zur Nachbearbeitung auch noch ein Bildbearbeitungsprogramm, in meinem Fall habe ich Photoshop genutzt.

Der Aufbau

Der Aufbau ist simpel, wählt euren Bildausschnitt den ihr fotografieren wollt. In meinem Fall war dies ein Feldweg mit einer alten Bahn Brücke im Hintergrund. Also Stativ aufgestellt und Bildausschnitt gewählt. Als nächstes Habe ich einen Barhocker auf dem das Model saß an die Stelle gestellt wo ich nachher mein Model “fliegen” lassen will. Kurz fokussiert und dann den Autofocus am Objektiv abgeschaltet.

Erste Aufnahmen

Für die erste Aufnahme, habe ich das Model so auf dem Barhocker positioniert wie ich es später im Bild haben möchte. Man sollte darauf achten, das Hosen oder T-Shirts seitlich am Barhocker überhängen, so erspart man sich später Arbeit bei der Nachbearbeitung, leider habe ich es hier vergessen und musste das später im Bild korrigieren. Fotografiert habe ich im manuellen Modus und natürlich in RAW, wenn euch eure Kamera die Möglichkeit bietet in RAW zu fotografieren dann solltet ihr das auch machen, dieses Format bietet euch die besten Möglichkeiten eure Aufnahmen im nachhinein zu korrigieren. Wichtig hierbei ist es auch noch, das zwischen den Aufnahmen die wir machen, nichts an den Werten der Kamera verändert wird.

Bild 1:

Model auf Barhocker
Model auf Barhocker

Nach dieser Aufnahme haben wir den Barhocker und das Model aus dem Bild entfernt und eine weitere Aufnahme gemacht. Man sollte sich zwischen den Aufnahmen beeilen, man glaubt gar nicht wie schnell sich Lichtsituationen in Sekunden ändern können.

Bild2:

Feldweg
Feldweg

Diese beiden Aufnahmen reichen uns für eine Bearbeitung völlig aus.

Die Bildbearbeitung

Beide Bilder habe ich im RAW Konverter “entwickelt” und in Photoshop geladen. Bild 2 habe ich als unterste Ebene in Photoshop geladen und Bild 1 als eine weitere Ebene drüber gelegt. zu Bild 1 habe ich eine Schnittmaske hinzugefügt und angefangen den Barhocker aus zu maskieren. Das ist eigentlich schon der ganze Trick dabei. Wenn man möchte kann man nun noch alle Ebenen auf eine Ebene reduzieren und evtl. noch Einstellungsebenen drauf legen oder vielleicht einen anderen Bildlook. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ich zeige euch hier mal was bei mir rausgekommen ist.

fliegendes Model
fliegendes Model

Weitere Beispielbilder

Beispielbild 2
Beispielbild 2
Beispielbild 3
Beispielbild 3

Fazit

Es ist ein wenig Übungssache, ich würde beim nächsten mal auch ein paar Dinge anders machen, z.B. den Bildausschnitt anders wählen um noch einen Schatten am Boden einzufügen und somit noch mehr realismus ins Bild zu bekommen. An Ideen mangelt es nicht, man kann hier so kreativ sein und es macht Spaß, jedenfalls konnten wir alle gut lachen und hatten durchgehend Spaß.

Heiko

Heiko

Mein Name ist Heiko Henschen, ich bin 47 Jahre und Hobbyfotograf aus Berlin. Die Fotografie beschäftigt mich mit Unterbrechungen schon seit meiner frühesten Jugend. Damals noch mit einer Analogen Spiegelreflexkamera meines Vaters inkl. dem selbst entwickeln von schwarz weiß Fotos in der Dunkelkammer. Heute bin ich mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs und meine Dunkelkammer heißt Photoshop.
Heiko

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