Warum du das Histogramm beim fotografieren nutzen solltest

Was ist das Histogramm?

Immer wieder taucht das Wort Histogramm in Verbindung mit Digitalkameras auf. Auch ich habe es anfänglich sträflich vernachlässigt. Warum man es nutzen sollte erkläre ich dir im folgenden Beitrag.

Grundsätzlich ist das Histogramm ein Hilfsmittel zum beurteilen, ob ein Bild für deinen Zweck korrekt belichtet ist.

Ein Histogramm zeigt die statistische Häufigkeit der Grauwerte in einem Bild. Das Histogramm eines Bildes erlaubt eine Aussage über die vorkommenden Grauwerte bzw. der Helligkeit des Bildes.

Wie funktioniert das Histogramm eigentlich?

Es gibt beim Histogramm zwei Achsen die dargestellt werden (X-Achse und Y-Achse)

die X-Achse wird von links nach rechts gelesen, wobei ganz links schwarz und ganz rechts weiß dargestellt wird, also von schwarz nach weiß. Die Werte dazwischen bezeichnen die Tiefen, Mitteltöne und Lichter.

Auf der Y-Achse werden die Helligkeitsanteile eines Bildes als Säule angezeigt. Da diese Säulen in 256 Abstufungen direkt nebeneinander ohne Abstand angezeigt werden, ergibt sich ein Säulengebirge.

Beispiel Histogramm

 

 

 

 

 

Beispiele von Histogrammen und dessen Bewertung.

Hier habe ich mal 3 Beispiele von verschiedenen Histogrammen und deren Bewertung zusammengestellt.

Beispiel Histogramm unterbelichtet

 

 

 

 

 

Wenn du solch ein Histogramm oder ähnlich siehst, ist dein Bild unterbelichtet. Es gibt hauptsächlich Tonwerte in den dunklen Bereichen. Hier könnte man probieren mithilfe einer Belichtungskorrektur das Bild erneut zu fotografieren


Beispiel Histogramm überbelichtet

 

 

 

 

 

Bei diesem Histogramm ist es genau umgekehrt, hier ist das Bild stark überbelichtet, Es gibt hauptsächlich Tonwerte in den hellen Bereichen bzw. in den Lichtern.


Beispiel Histogramm korrekt belichtet

 

 

 

 

 

Bei diesem Histogramm ist eine ausgewogene Belichtung vorhanden. Die Tonwerte befinden sich allein den Mitteltönen. Es gibt auch fast keine Tonwerte bei 0 (Schwarz) oder 255 (weiß) auch das wäre nicht gut, denn dort gibt es dann im Bild keine Zeichnung mehr sondern nur einen hellen weißen oder dunklen schwarzen Brei.


Was bringt dir das Histogramm

Histogramme bieten euch eine schnelle Möglichkeit zu erkennen ob ein Bild eher über oder unterbelichtet ist. Auf den eingebauten Displays der Kameras ist das manchmal nur schlecht zu erkennen.

Grade an strahlenden Sommertagen bietet das Display nur eine schlechte Kontrolle der Belichtung. Ich habe es mir angewöhnt nach jeder Aufnahme einen kurzen Blick auf das Histogramm zu werfen. Es kostet nur wenig Zeit und ich bin was die Belichtung betrifft auf der relativ sicheren Seite.

Ein Histogramm macht jedoch keine Aussage darüber ob das Bild gut oder schlecht ist. Solche Aussagen soll es schon gegeben haben. Es gibt nur Auskunft über Helligkeitswerte.

Es gibt aber auch Aufnahmen da ist es gewollt eher etwas dunkler oder heller zu belichten, z.B in der Low- oder High-Key Fotografie. Das muss man dann natürlich entsprechend berücksichtigen.

Probiert es ruhig mal aus, ihr werdet sehen das es sich lohnt.

Heiko

Heiko

Mein Name ist Heiko Henschen, ich bin 49 Jahre und Hobbyfotograf aus Berlin. Die Fotografie beschäftigt mich mit Unterbrechungen schon seit meiner frühesten Jugend. Damals noch mit einer Analogen Spiegelreflexkamera meines Vaters inkl. dem selbst entwickeln von schwarz weiß Fotos in der Dunkelkammer. Heute bin ich mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs und meine Dunkelkammer heißt Photoshop.
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